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Den richtigen Fitness Tracker finden – Ein Kaufratgeber

Fitness TrackerFitness Tracker sind so zahlreich wie der Sand am Meer. Ständig scheinen neue Modelle auf den Markt zu kommen. Alle versprechen Ihnen Wunder. So einfach und effektiv hätten Sie noch nie trainiert, heißt es beispielsweise. Dadurch ist es leicht, die Übersicht zu verlieren. Verschiedene Fragen schwirren Ihnen durch den Kopf: Was genau machen eigentlich Fitness Tracker, brauchen Sie ein solches Gerät und wenn ja, welches? Dieser Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, diese Fragen zu Ihrer Zufriedenheit zu beantworten.

 

Vergleichssieger

Was ist eigentlich ein Fitness Tracker?

Ein Fitness Tracker misst bestimmte physische Aktivitäten. Er wird dabei direkt am Körper getragen. In der Regel sendet der Tracker diese Daten an Endgeräte für eine Auswertung durch den Nutzer. Sie können die Daten beispielsweise in einer Smartphone-App einsehen oder am Rechner analysieren. Welche Daten genau ausgewertet werden, unterscheidet sich je nach Gerät. Es gibt beispielsweise spezielle Fitness Tracker für Senioren oder auch Modelle für Profi-Sportler.

 

Fitness Tracker, Smart Watch, Activity Tracker – Willkommen im Bezeichnungsdschungel

Für Verwirrung im Bereich der Fitness Tracker sorgt regelmäßig, dass es zahlreiche andere Bezeichnungen gibt, die in etwa, aber nicht genau das gleiche Gerät zu beschreiben scheinen. Gängig sind die folgenden drei vermeintlichen Synonyme:

1. Activity Tracker

2. Smart Watch

3. Fitness Armband

Grundsätzlich gilt: Ein Activity Tracker ist tatsächlich nichts anderes als ein Fitness Tracker. Der Begriff darf als Synonym verwendet werden. Ein Fitness Armband ist hingegen ein spezieller Fitness Tracker, nämlich einer, der am Arm bzw. am Handgelenk getragen wird. Eine Smart Watch ist eine Uhr, die zusätzlich einen Fitness Tracker enthält. Sie geht aber über dessen Leistungen hinaus. Beispielsweise können auf einer Smart Watch Kurznachrichten, Emails oder Whatsapp-Botschaften gelesen und teilweise verschickt werden. Häufig lest sich über eine Smart Watch auch die Musik steuern, die über das via Bluetooth gekoppelte Smartphone derzeit abgespielt wird.

 

So funktioniert ein Fitness Tracker

Ein Fitness Tracker enthält bestimmte Sensoren, die Bewegungsmuster erkennen und einordnen können. Wenn Sie beispielsweise einen Fitness Tracker mit GPS und Pulsmesser nutzen, kann das Gerät die Entfernung messen, die Sie auf eine bestimmte Art zurücklegen und zugleich die Herzfrequenz anzeigen. Ein Fitness Tracker mit Blutdruckmessung, wie sie die Modelle für Senioren klassischerweise besitzen, liefert den entsprechenden Wert. Standard ist, dass alle Fitness Tracker Schritte erkennen und zählen können. Je nach Gerät werden zudem weitere Fitnessgeräte unterstützt: Viele Tracker erkennen beispielsweise die Bewegungsmuster auf Crosstrainern und Rudermaschinen, da diese charakteristisch sind.

 

Das Problem der Fehlmessung

Wenn Sie schon einmal einen Fitness Tracker Test gelesen haben, wissen Sie, dass diese Geräte dazu neigen, fehlerhaft zu messen. Dies gilt insbesondere für die Schritte und den Puls. Beides lässt sich logisch erklären und ist deutlich weniger schlimm als sie möglicherweise denken. Bei Schritten wird das Bewegungsmuster typischerweise durch das Schwingen der Handgelenke oder die leichte Auf- und Ab-Bewegung des Körpers gemessen. Menschen schwingen aber unterschiedlich stark beim Gehen. Diesen „individuellen Faktor“ kann der Tracker nur unzureichend berücksichtigen. Ein einfacher Selbstversuch zeigt beeindruckend die Schwäche dieser Messung: Wer einen Einkaufswagen mit beiden Händen schiebt, absolviert für den Tracker praktisch keine Schritte.

Bei der Messung der Herzfrequenz arbeiten die meisten Tracker mit einer optischen Registrierung. Diese ist unzuverlässig, da sich die elektrischen Impulse, die für die optischen Veränderungen (Leichtes auf und ab) sorgen, mit zunehmender Distanz vom Herzen abschwächen. Insbesondere in niedrigen Pulsbereichen liegen die Messungen deshalb häufig falsch.

Die gute Nachricht ist jedoch: Die Messungen liegen durchschnittlich nur drei bis fünf Prozent daneben, wenn Sie nicht absichtlich versuchen, ein falsches Ergebnis zu erhalten. Insgesamt sind die Tracker damit noch immer relativ zuverlässig.

 

Brauche ich einen Fitness Tracker wirklich?

Die wichtigste Frage, die Sie sich zu Fitness Trackern vermutlich stellen, lautet: Brauchen Sie ein solches Gerät wirklich? Schließlich kostet es Geld und das wächst bekanntlich nicht auf Bäumen. In letzter Konsequenz muss diese Frage natürlich jeder Mensch für sich selbst entscheiden, wir halten die Tracker aber für durchaus wertvoll und würden sie deshalb bejahen: Fitness Tracker sind wertvolle Motivationshilfen. Sie helfen Ihnen dabei, schwierige Trainingsphasen durch spielerische Elemente zu überstehen. Beispielsweise können Sie über Community-Funktion eines Trackers kleine Wettkämpfe mit Freunden oder der Familie abhalten.

Fitness Tracker decken zudem gnadenlos auf, wenn Sie falsch trainieren. Insbesondere, wenn Sie abnehmen möchten, ist ein solches Gerät deshalb eine wertvolle Hilfe für Sie. Als Beispiel: Einsteiger überziehen gerne. Sie strengen sich zu sehr an und geraten deshalb in einen Pulsbereich, in dem sie nicht mehr möglichst effektiv abnehmen. Ein Fitness Tracker mit Herzfrequenzmessung schließt ein solches Problem aus.

Möglicherweise stimmen Sie dieser Argumentation zu, denken aber, dass Smartphone oder Smart Watch identische Dinge leisten könnten. Weshalb sollten Sie sich also für den Tracker entscheiden? Auch hierzu möchten wir Ihnen einige Überlegungen anbieten.

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Smartphone oder Fitness Tracker?

Fitness Tracker sind leichter als ein Smartphone. Insbesondere bei anstrengenden Einheiten kann dies zu einem wichtigen Faktor werden. Zudem eignen sie sich prinzipiell für mehr Sportarten. Ist der Fitness Tracker beispielsweise wasserdicht, können Sie mit ihm schwimmen gehen und Ihren Trainingsertrag messen. Selbst, wenn das Smartphone wasserdicht ist, eignet es sich hierfür kaum. Insgesamt können Sie beim Sport wesentlich leichter z.B. auf ein Fitness Armband als auf Ihr Handy schauen.

 

Smart Watch oder Fitness Tracker?

Diese Frage ist deutlich schwieriger zu beantworten. Eine Smart Watch ist im Durchschnitt teurer als ein Fitness Tracker. Bei fordernden Sportarten wie beispielsweise dem Klettern riskieren Sie weniger mit dem Tracker als mit der Uhr. Zudem hält der Akku von Trackern wesentlich länger durch: Dieser reicht je nach Gerät von 3 bis zu 365 Tagen. Eine Smart Watch kommt lediglich auf ein bis zwei Tage. Wer aber schon eine hochwertige Smart Watch von Apple, Samsung oder beispielsweise Garmin besitzt, sollte nicht zusätzlich noch einen Tracker anschaffen.

Zudem gilt: Wenn Sie ein Multifunktionsgerät benötigen, das auch, aber eben nicht nur einen Tracker enthalten soll, ist die smarte Uhr die bessere Entscheidung. Geht es in der Hauptsache um den Sport, raten wir zum Tracker.

 

Welche Werte sollte ein Fitness Tracker anzeigen?

Fitness TrackerEntscheidend ist für die Antwort auf diese Frage vor allem, was Ihr Ziel ist. Wir haben deshalb eine Aufstellung nach unterschiedlichen Zielgruppen zusammengestellt.

 

Sportmuffel/ Einsteiger:

  • Schritte
  • Entfernung

 

Zur Verbesserung der Gesundheit:

  • Schritte
  • Entfernung
  • Puls
  • Blutdruck

 

Hobby-Sportler:

  • Schritte
  • Entfernung
  • Puls
  • Mehr-Geräte-Erkennung (beispielsweise Crosstrainer, Fahrrad)
  • Aktivitätszeit
  • Kalorienverbrauch

 

Leistungssportler:

  • Schritte
  • Entfernung
  • Puls
  • Blutdruck
  • Mehr-Geräte-Erkennung
  • Geschwindigkeit
  • Schneller/langsamer als z.B. Kilometer zuvor
  • Kalorienverbrauch
  • Zahl der Etagen
  • Unterschiedliche Zeitangaben (Stoppuhr, Timer, etc.)

 

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Fitness Trackers achten

 

Gewicht

Ein Fitness Tracker sollte möglichst leicht sein. Tests haben gezeigt, dass insbesondere Einsteiger schon Gewichtsunterschiede von nur zehn Gramm beim Laufen deutlich wahrnehmen können. Achten Sie deshalb gezielt auf diese Angabe. Übrigens ist eine Smart Watch im Durchschnitt immer erkennbar schwerer als beispielsweise ein Fitness Armband. Lassen Sie sich davon nicht irritieren: Mit der Smart Watch nehmen Sie zwangsläufig mehr Gewicht in Kauf.

 

Design/ Optik

Der Look von vielen Fitness Trackern ist „interessant“, vorsichtig ausgedrückt. Zahlreiche Geräte sind klobig, erscheinen viel zu sportlich oder deutlich zu modern. In den letzten Jahren gab es diesbezüglich erfreulicherweise eine Veränderung. Viele Tracker sind auf den Markt gekommen, die klassisch, stilvoll und elegant wirken. Die Designer sind dabei vor allem zwei Wege gegangen. Entweder wirken die Tracker jetzt wie eine traditionelle Armbanduhr oder sie erscheinen wie ein Schmuckstück.

Für einige Zeit waren auch „unsichtbare“ Tracker in Mode, die kein Display hatten. Sie konnten deshalb versteckt getragen werden. Da der große Vorteil eines Trackers gegenüber einem Smartphone aber ist, dass Sie während des Sports auf das Gerät schauen können, ist dieser Trend inzwischen vorbei.

 

Wie wird der Fitness Tracker geladen?

Im Idealfall wird der Fitness Tracker über ein USB-Kabel geladen. Sie können dann jedes handelsübliche Kabel dafür verwenden. Leider ist dieser Idealfall jedoch längst nicht die Regel. Häufig werden Sie auf den Fall stoßen, dass die Hersteller eigene kleine Ladestationen bereitstellen, in welche die Armbänder gelegt werden. Insbesondere bei Fitness Armbändern (und bei Smart Watches) ist dies häufig der Fall. Schauen Sie deshalb vor dem Kauf eines Fitness Trackers nach, was der Neukauf einer solchen Ladestation im Bedarfsfall kosten würde. So können Sie unangenehme Überraschungen vermeiden.

 

Wie gut ist die App?

Die App auf dem Smartphone oder auf dem Tablet hat sich der Ort herauskristallisiert, wo die meisten Menschen die Daten Ihres Fitness Trackers auswerten. Entsprechend sollte die Applikation entsprechend gut sein. Achten Sie daher zuerst darauf, dass die Anwendung auch für Ihr Smartphone-Betriebssystem zur Verfügung stehen. Einige Apps gibt es beispielsweise nur für Android und nicht für iOS.

Zweitens sollte die App möglichst einfach zu verstehen sein, aber doch ein Maximum an Funktionen bieten. Was ein wenig wie die Quadratur des Kreises klingt, ist eigentlich ganz einfach: Sofort sollten Sie alle Grundfunktionen (wie viele Schritte, wie viele Trainingseinheiten, wie lange, etc.) sehen können. Wenn Sie sich in die App vertiefen, sollten weitere Auswertungen dazukommen. Wie haben sich Ihre Trainingsleistungen beispielsweise entwickelt? Ist Ihr Puls möglicherweise auffällig?

Typischerweise erlauben einige Apps es auch noch, ein Ernährungstagebuch zu führen. Dieses kann hervorragende Unterstützung beim Abnehmen sein. Allerdings muss es dafür diszipliniert regelmäßig ausgefüllt werden.

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Schlafüberwachung – ja oder nein?

Früher konnten alle Tracker auch den Schlaf überwachen. Inzwischen ist dies weniger verbreitet, weil die Nutzer die Informationen kaum nutzen konnten. Wer einen wirklich unruhigen Schlaf hatte, wusste dies auch so. Ansonsten war der Tracker ein eher unterhaltsames Gimmick. Wenn Sie es aber haben möchten, finden Sie nach wie vor ausreichend viele Geräte, die dies bieten.

 

Aktivitätswarner – ja oder nein?

Diese Funktion ist besonders für Personen hilfreich, die sitzend arbeiten. Sind Sie zu lange inaktiv, schlägt der Tracker Alarm. 200 bis 300 Schritte später gibt er Ruhe. Diese Warnungen machen einen Unterschied. Sie fühlen sich schon nach einigen Wochen einfach besser.


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